Budokan Saal e.V. - Persönliches
Persönliches


Seit vielen Jahren unterrichten wir in Saal an der Donau Budoka in diversen Budoarten, auf vielen Lehrgängen bei uns durften wir hochrangige und wirkliche Experten der Budoszene begrüssen und von ihnen lernen. Aber immer wieder kommt uns zu Gehör, dass über das Budo anderer, über andere Stile oder über Personen an sich schlecht gesprochen wird:

Hier einige Gedanken dazu:
Shotokan ist kein richtiger Karatestil:
Stimmt, zumindest sagte der Begründer des Shotokan, Gichin Funakoshi, es gäbe nur ein Karate und wollte keine Stile im Karate. Seine Schüler waren aber schneller. Daher ist Karate-Do nur so gut oder schlecht, wie der, der es übt und sich damit beschäftigt.

Man kann in mehreren Budoarten keine Dangrade haben:
Wer immer das sagt, soll doch bitte in diverse Nachschlagewerke sehen und er wird feststellen: Viele Budomeister (z. B. der Begründer des Wado-Ryu, Hironori Otsuka, neben 10. Dan Wado-Ryu 8. Dan Shindo Yoshin Ryu Jiu-Jitsu) haben Dangrade in mehreren Budoarten. In Japan würde man sagen "der Weg des Samurai", denn diese übten Waffentechniken neben waffenlosen Künsten, um ihr Überleben zu sichern.

Dangrade und ihr Image:
In Saal gehören wir dem Verband asiatischer Kampfkünste e.V. an, welcher über seinen Vorsitzenden Wolfgang Wimmer direkt mit der Dai Nippon Butoku Kai (DNBK) verbunden ist. Die DNBK ist die älteste Budoorganisation der Welt, stand unter der Schirmherrschaft des japanischen Kaiserhauses und zu ihren Aufgaben gehörte die Zulassung der japanischen Kampfkünste sowie deren Überführung in die Moderne, um deren Überleben zu sichern. Aus ihren Händen haben fast alle japanischen oder okinawanischen Budomeister die Dangrade oder die Titel erhalten.

Budo und Tradition:
Immer wieder werden Budoka mit Begriffen wie "einzig wahrer Stil, Meister", "traditionellste Kampfkunst" etc. konfrontiert. Um dazu Stellung zu nehmen, braucht es nur wenige Sätze: Legt eure Dangrade ab - gibt es erst seit 1895 (Experten streiten sich über die genaue Datierung noch); Gebt eure Schüler ab - Gruppenunterricht wird erst ab dem 20. Jahrhundert erteilt; Lehrt keine Partnerübungen - wurden ebenfalls erst zum Wechsel ins 20. Jahrhundert eingeübt; Verlangt keine horrenden Monatsgebühren mehr - der Schüler lebt und arbeitet für seinen Meister und seine Unterkunft. Also: Tradition beginnt immer dort, wo der Mensch für sich zu zählen beginnt.

Eine Budokunst ist nur so gut wie derjenige, der sie repräsentiert.
Budo ist zu schön, als es von "Ahnungslosen" zerreden zu lassen.

Thomas Moser vom Budokan Saal